Sprüche zum 30. Geburtstag für den Bruder


Dreißig Jahre ist es her,
als ich Dich zuerst sah,
den kleinen, roten Störenfried
fand ich nicht wunderbar.

Dreißig Jahre ist es her,
als Mutter Dich gebar
und heute liebe ich Dich sehr,
mein kleiner Bruder ist der Star!

Zu solcher Feierstunde,
in dieser frohen Runde,
da will ich öfter sein,
da fühle ich mich daheim.

Zu dieser Feierstunde
trieb uns die frohe Kunde,
weil einer 30 feiern kann,
mein Bruder ist der Mann!

Dem Bruder sende ich Grüße,
Eintrittskarten und Süßes,
mein Bruder ist so nett,
ach, wenn ich ihn nicht hätt’.
Zum Dreißigsten, mein Bester,
da gratuliert Dir die Schwester.

Mein großer Bruder hat Geburtstag,
da ist es Zeit, dass ich ihm sag’,
dass ich ihn liebe, wie man
einen großen Bruder nur lieben kann.

Wenn einer keinen Bruder hat,
dann hat er ihn halt nicht.
Wenn ich keinen Bruder hätte,
was sollte dies Gedicht?

Doch zufällig ist einer hier,
der dreißig Jahre alt wird,
ohne ihn gäbe es kein Bier,
ich bin froh, dass er existiert.

Brüder sind sehr brüderlich,
niemals rüde und liederlich,
wollen zueinander halten,
vor allem gegen die Alten.

Brüder wollen nie prüde sein,
auf der Party müde sein,
Brüder sind wir, Bruderherz,
doch Deine 30 sind kein Scherz.

Den Bruder gebe ich nie her,
den Bruder liebe ich so sehr,
der Bruder hat’s mir angetan,
wie außer Vater sonst kein Mann.

Der Bruder, den ich lieb’ so sehr,
der fällt über die Dreißig her,
besser gesagt, die über ihn
seine die Jugend, die ist hin.

Brüder müssen sich mal zanken,
auch mal aus der Wirtschaft wanken,
Brüder sind sie und waren es,
hat einer von ihnen kein Bares.

Drum bin ich um den Bruder froh,
denn diesen Bruder mag ich so,
ist er mit 30 auch schon alt,
ich mach’s ihm nach, sehr bald.

Mein Bruder, der war ein Schlitzohr,
den haben die Lehrer gehasst,
und trug er zuhaus’ einen Witz vor,
dann hat es gewaltig gekracht.

Mein Bruder, daselbst ein Schlitzohr
wird dreißig Jahre heute genau,
anstatt er Lehrer und Eltern nervt,
da nervt er jetzt seine Frau.

Wem Gott keine Brüder gab,
dem er nichts auftrug,
ich als Schwester weiß genau,
womit der Herr mich schlug.

Eine dieser sieben Plagen
heute glatte dreißig wird,
anstatt mein Leid zu klagen,
habe ich die Torte verziert.

—-

Blase aus die dreißig Kerzen,
bevor es einunddreißig sind,
denn wir wollen Torte essen,
jetzt und hier geschwind.

Trinke leer die dreißig Gläser,
morgen gibt es wieder nichts
und ich Bruder, schweige, weil,
mit vollem Munde man nicht spricht.

Da hast Du ja aufgefahren,
Wein, Champagner und auch Bier,
Du musst nicht alleine trinken,
nein, Bruder, wir helfen Dir.

Dafür hat man seine Brüder,
wird Mann dreißig, sind sie hier,
solltest Du zu Boden sinken,
Deine Frau, Bruder, hilft Dir!

Der Bruder, der Kleine,
schaut nur alle hin,
wie groß er geworden ist!
Der Bruder, der Kleine,
schaut nur alle hin,
wie alt er geworden ist.
Der Bruder, der Gute,
langt nur alle hin,
dass er seinen 30.
niemals mehr vergisst.